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Algen: Kraftwerke der Natur

„Algen gelten als einer der hoffnungsreichsten Rohstoffe für die Herstellung von Biotreibstoff – und damit als Waffe im Kampf gegen den Klimawandel“, attestiert ORF-Redakteur Martin Steinmüller-Schwarz in diesem lesenswerten Artikel. Algen seien Weltmeister im Wachsen und sind so etwas wie die Großkraftwerke der Natur liest man weiter. Ölkonzerne wie OMV und Exxon stecken Millionen in die Erforschung alternativer Energiequellen – Algenöl ist eine davon.

Teller oder Tank?
Nachdem Algen wahre „Großkraftwerke der Natur“ sind – also die Photosynthese so gut beherrschen wie sonst kein anderes Lebewesen und dabei sehr rasch und ressourcenschonend wachsen, sind sie die elegante Antwort auf eine Frage, die sich beim Anbau von Pflanzen zur Herstellung von Treibstoffen stellt: Ist es ethisch vertretbar, Ackerflächen zur Treibstofferzeugung zu nutzen anstatt zur Lebensmittelproduktion?
Die (wissenschaftlichen) Debatten darüber werden als „Teller – Tank-Diskussion“ bezeichnet.

Algen in der Flasche!
Dass Algen DIE Lösung in dieser heiklen wie zukunftsweisenden Frage sein könnten, wussten Renate Steger und Anneliese Niederl-Schmidinger schon vor der Gründung von HELGA im Jahr 2015. Da waren sie nämlich noch in einem Unternehmen tätig, das sich mit der Herstellung und Nutzung von Algen als Biodiesel beschäftigte.  „Dabei wurde uns klar, dass es eher noch eine Frage von Jahrzehnten als Jahren sein würde, bis die Technologie ausgereift genug ist, um Treibstoffe aus Algen herzustellen. Was aber sofort aus Algen verfügbar ist, sind die vielen Nährstoffe. Also entwickelten wir das erste Erfrischungsgetränk mit dem Superfood Chlorella Alge, um möglichst vielen Leuten die  gesundheitlichen Vorteile von Algen bewusst zu machen.“ Zu einer zuckerarmen, veganen und allergenfreien Limonade greift es sich leichter als zu einem Nahrunsgergänzungsmittel aus Algen. „Also schien uns das Getränk HELGA als idealer Weg, einem breiten Personenkreis die Scheu vor Alge zu nehmen. Wir bieten mit dem HELGA Chlorella Pulver aber auch die Möglichkeit, 100 % Alge in die Nahrung einzustreuen und werden Anfang 2018 ein weiteres Algenprodukt – einen Snack – auf den Markt bringen“, kündigen die HELGA Gründerinnen an.

Der wichtigste Rohstoff für alle HELGA Produkte – die Chlorella Alge – kommt übrigens von der deutschen Algenfarm Roquette Klötze. Sie verfügt über bald 20-jährige Erfahrung im Anbau von Algen. Das Bild oben wurde auf der Algenfarm aufgenommen. Darauf zu sehen sind jene Glasröhren, in denen die Algen fern von Schadstoffbelastungen (wie sie etwa beim in Asien üblichen Anbau in offenen Teichanlagen nicht auszuschließen sind) wachsen. Der Wachstumsfortschritt wird ständig beobachtet – wodurch ein konstanter Nährstoffgehalt garantiert ist. „Der gesamte Anbau von der Starterkultur bis zum fertigen Produkt wird von unserem hauseigenen Labor kontrolliert und ist zertifiziert nach den internationalen Standards GMP, HACCP, ISO 9001, ISO 22000 und ISO 50001. Die Produkte werden zudem von externen Laboren regelmäßig analysiert.“, so Algenzüchter Jörg Ullmann. Jörg betreibt übrigens auch einen informativen Blog über Algen und ist preisgekrönter Buchautor! Sein Algen-Kochbuch ist ein prima Weihnachtsgeschenk für Algenfans und alle, die es noch werden wollen!